Kauf dich glücklich

Hallo ihr,

der Titel des Posts ist natürlich keine Aufforderung, sich darauf zu beschränken, sich nur an Materiellem zu erfreuen, aber so scharf trennen kann man das hier in dem Fall nicht.
Es geht nämlich um eine köstliche und gemütliche Wiederentdeckung von mir. Schon vor Jahren habe ich mich im „Kauf dich glücklich“ mit Schulfreunden getroffen und die ungewöhnliche Atmosphäre genossen.
Nach der Schule ist das ganze in Vergessenheit geraten, bis ich erneut auf der Suche nach einem schönen Café war, in dem ich einen Sonntagabend mit meiner lieben Freundin M. verbringen könnte.

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Das besondere an dem Café ist nicht nur die altmodische und überaus stilvolle Einrichtung sowie eine feine Auswahl an süßen und herzhaften Waffeln. Die Geschäftsidee dahinter ist ein Café mit witzigen Kleinigkeiten, die dort direkt in Regalen oder an der Kasse ausgestellt werden und erworben werden können.
Darunter finden sich XXL-Brillen, Spielzeugfiguren, Kaleidoskope und vieles (eigentlich unnützes, aber witziges) mehr.
Auch steckt ein großer Online-Shop dahinter, wo man neben cooler (Hipster-) Kleidung auch Homeartikel oder andere Accessoires wie iPhone-Hüllen finden kann.

Wenn man diesen Einrichtungsstil und ein bunt gemischtes Publikum mitten im Prenzlauer-Berg ansprechend findet, dann kann ich „Kauf dich glücklich“ nur empfehlen.

Berlin erleben

Hey, ihr Lieben,

heute schreibe ich etwas über einen ereignisreichen Tag, den ich mit M. erleben durfte und zwar war das ganze als Geburtstagsgeschenk meinerseits gedacht.
Häufig fällt einem nichts Materielles ein, was das Gegenüber richtig glücklich macht und deshalb sollte es diesmal ein Erlebnistag in Berlin sein mit Schmackhaftem, Geschichtlichem, Harmonischem und Nachdenklichem sein.
Ich hoffe, ich kann euch damit ein paar Anregungen für das nächste Wochenende oder auch die Weihnachtsferien geben.

Los ging es an einem kalten und verschneitem Morgen in das für uns weit entfernte Charlottenburg zum Brunchen in das „Route 66“, was mit seinem amerikanischem Buffet meine Neugier weckte.
Nach belastendem Hinweg aufgrund des permanenten Ausfalls der öffentlichen Verkehrsmittel, hatten wir es endlich erreicht, nur um zu erfahren, dass wir bereits nach einer halben Stunde aus der Reservierungsliste herausgestrichen wurden. Der Kellner nahm es mit Humor und führte uns an einen anderen Tisch.
Überraschend war die Einrichtung des Lokals erstmal nicht, da eigentlich alle amerikanischen Dinner in Berlin vergleichbares Mobiliar samt roten Polstersitzen, Vintageschildern, Jukebox und VIP-Lichtern beinhalten, die ein bisschen Hollywood-Flair entstehen lassen sollen.

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Die Gerichte waren in Buffetform aufgebaut und für 9,50€ (beinhaltet keine Getränke) gab es mehr als genug Auswahl sowohl für Fleischliebhaber als auch für überzeugte Vegetarier.
Erstere durften sich über Rührei mit Bacon, Spare Ribs mit Barbecuesauce, Kasseler, Cordon Bleu oder Gulasch freuen; für die Nicht-Fleischesser gab es Gemüseauflauf, Tortellini mit Gemüsefüllung, Frühlingsrollen oder Kartoffelwedges.
Was ich besonders gut fand, waren die typisch amerikanischen Desserts wie Brownies oder Cheesecake mit Erdbeersauce.
Abgesehen von der hektischen Bedienung, die es nicht geschafft hat, innerhalb von einer Stunde nach mehrmaliger Nachfrage einen Apfelsaft zu bringen, konnte das Buffet durch die große Auswahl und auch den guten Geschmack überzeugen. Da es aber relativ voll war, sollte man vorher an eine Reservierung denken.

Anschließend setzten wir unseren Weg fort in Richtung Friedrichstraße. Dort erwartete uns der geschichtliche Teil des Tages.
Am Checkpoint Charlie baute der Wiener Künstler und Architekt Yadegar Asisi ein riesiges Panorama auf mit der Darstellung des geteilten Berlins der 80er Jahre.
Dargestellt ist ein fiktiver Herbstag an der Mauer, wobei der Besucher sozusagen auf einem Baugerüst eines Hauses im damaligen Westteil der Stadt steht und auf die Mauer sowie auf den Alltag hinter der Mauer blickt.
Das ganze wird bei Tageslicht und bei Nacht gezeigt, wobei zur Nacht das Licht erlischt und ein wunderschöner lila Himmel entsteht und die Fenster in den grauen Häusern vor Wärme leuchten.
Was das ganze nicht nur total interessant sondern auch bedrückend macht und eine für die damalige Zeit typische Atmosphäre aufbaut, ist die musikalische Untermalung mit Streichinstrumenten, die einen nachdenklich macht und berührt.
Auch werden die ganze Zeit Zitate berühmter Menschen vorgespielt, die z.B. den Bau der Mauer initiiert haben oder ihn verteidigten.
Im Vorraum des Panoramas kann man künstlerisch tätig werden und Zitate oder Gedanken zum Thema „Freiheit“ an der Graubetonwand festhalten.
Die Art, wie das ganze präsentiert wird, war für uns neu und faszinierend. Mit 8,50€ für Studenten war der Eintritt nicht unbedingt preiswert, doch dafür, dass es mich emotional angesprochen und berührt hat, hat sich der Besuch allemal gelohnt.

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Als nächstes stand der Besuch eines Weihnachtsmarkts an. Da ich mich nicht unbedingt auskenne mit den Berliner Märkten außer mit den bekanntesten am Alexanderplatz, Gendarmenmarkt oder in der Altstadt Spandau, beschloss ich auf die zahlreichen Empfehlungen zu hören und entschied mich für den Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Charlottenburg. Was für eine Rumfahrerei an dem kalten und verschneitem Tag.
Tatsächlich ist der Ort für einen Weihnachtsmarkt sehr gut gewählt. Der schön beleuchtete Eingang lud mit dem Blick auf das in bunten Lichtern erstrahlte Schloss zum Glühwein und gebrannten Mandeln ein.

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Die Atmosphäre war sehr familiär, da viele Familien mit Kleinkindern anwesend waren und da es proppenvoll war, bewegte man sich auch sehr langsam voran, wobei man natürlich mehr Zeit hatte, sich umzublicken und die einheitlich geschmückten Verkaufshäuschen zu bewundern.
Für die Kinder gab es zusätzlich noch einen kleinen Markt in der angrenzenden Orangerie mit unterschiedlichen Attraktionen wie Kettenkarussell. Ansonsten gab es für junge Leute relativ wenig zu tun außer rumzuschlendern und die weihnachtlichen Köstlichkeiten zu erproben.
Der Weihnachtsmarkt ist sehr schön gestaltet und gepflegt und zum spazieren gehen auch aufgrund des Schlossgeländes sehr geeignet.
Ein Wunsch wurde noch nicht erfüllt und zwar muss noch unbedingt Eierpunsch und Lumumba (heißer Kakao mit Rum) probiert werden. 🙂

Der letzte Programmpunkt des Abends war ein Kinobesuch. Natürlich sollte es nicht im nächst gelegenen UCI oder Cinestar sein, sondern in einem kleinen und traditionsreichen Kino. Ausgesucht habe ich mir dafür das Kino „Intimes“ in Friedrichshain. Ich bin schon sehr häufig daran vorbeigegangen, da man abends öfter in dieser Bargegend unterwegs ist, bin doch aber nie auf die Idee gekommen, mir dort mal einen Film anzuschauen, weil die Fassade nicht unbedingt so wirkt, als wäre das Kino in Betrieb.

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Das Kino mit nur einem kleinen Kinosaal (97 Plätze) gibt es bereits seit 1912, 1917, 1924 oder seit 1933. so genau kann das heute niemand mehr sagen. Zumindest ist es ein Kino, was sich immernoch gegen die „Großen“ behaupten kann.
Das Programm beinhaltet vier Filme, die alle aktuell aber eher dem ArtHouse-Genre zuzurechnen sind. Unsere Wahl fiel auf „Die Wand“ von dem Österreicher Julian Pölsler mit Martina Gedeck in der Hauptrolle. Das ganze Projekt ist seit Oktober 2012 in den Kinos und ist eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Marlen Haushofer aus dem Jahre 1963. Dazu habe ich eine tolle Gesamterfassung aus einer“Spiegel“-Kritik gefunden, die das Thema des Buches/Films beschreibt:

„Eine Städterin ist zu Besuch auf einer Berghütte. Als ihre Gastgeber am Morgen nicht aus dem Dorf wiedergekehrt sind, geht die Frau (Martina Gedeck) mit dem Hund Luchs los, um sie zu suchen. Sie lässt Luchs von der Leine. Doch plötzlich kommt er winselnd zu ihr zurück, blutiger Speichel tropft aus seinem Maul: Luchs ist gegen eine unsichtbare Wand gestoßen. Die Wand umschließt die Frau, einige wenige Tiere und ein großes Stückchen Natur wie eine gläserne Gefängnismauer. Dahinter ist alles Leben erloschen.“

Es geht also um das plötzliche Alleinsein und die Motivation ohne Hoffnung auf Änderung der Lage, weiterzuleben.
Da ich auch das Buch dazu gelesen habe, fand ich es faszinierend zu sehen, wie die Landschaftsbeschreibungen und der Konflikt der Protagonistin übernommen wurden. Der Film ist begleitet durch die Stimme Gedecks, die im Rücklauf die Ereignisse innerhalb der „Wand“ beschreibt, die sie in einem Tagebuch festhält.
Der Film ist wirklich nicht wie ein Blockbuster gestaltet, das will er auch nicht sein. Er ist ruhig, sehr bedrückend und erfüllt von der schönen Berglandschaft Österreichs. Wirklich zu empfehlen ist er in Kombination mit dem Buch.

Mit diesen Eindrücken verabschiede ich mich. 🙂

Nikolaus-Freude

Danke für die tollen Geschenke, die in der Nikolaustüte steckten. 🙂

Wahrscheinlich gehöre ich zu den wenigen Menschen, die Tage wie diesen, sogar heißen Sommertagen vorziehen würden.
Denn hinter der Kälte und den scheinbar zu kurzen Tagen steckt sehr viel mehr.
Mit Dezember verbinde ich Atmosphäre, Melancholie sowie Harmonie.
Atmosphäre, weil ich gerade eben noch auf verschneitem Weg nach Hause gelaufen bin und der Schnee wunderschön im Laternenlicht funkelte, was schon fast magisch wirkte.
Melancholie, weil man morgens im Dunklen aufsteht und im Dunklen nach Hause kommt und sich erschöpft und verärgert fühlt, weil der Tag wieder so schnell an einem vorbeigeflogen ist, ohne dass etwas Sinnvolles daraus entstanden ist.
Harmonie, natürlich, wie kann es anders sein? Lichtermeere an Fenstern, die Vorbereitungen auf die Weihnachtstage, der Duft von Zimt und die leuchtenden Kinderaugen der Nichte, wenn sie ein weiteres Türchen, das erste Mal in ihrem Leben, öffnen kann.
Das alles ist für mich Dezember. 🙂

Ein Drittel geschafft!

Hallo, ihr Lieben,

Anfang August bis Anfang September habe ich einen Praktikumsmonat am Unfallkrankenhaus Berlin absolviert. Somit habe ich gerade mal einen von drei Monaten meines Krankenpflegepraktikums geschafft. Eingesetzt war ich auf der Station „Innere Medizin“ und habe die unterschiedlichsten Aufgaben einer Praktikantin erfüllen dürfen.
Dazu gehörte natürlich die morgendliche Waschprozedur von pflegebedürftigen Patienten, Patiententransport zu diversen Untersuchungen (MRT, Röntgen, Sonografie etc.), Tablettenstellen, Vitalparameter messen (Blutdruck, Temperatur, Puls, Blutzucker), Spritzen, Lagern, EKG schreiben, Aufnahmegespräche führen und einiges mehr.
Auf dem Bild ist das UKB abgebildet, welches ich als ein relativ modernes Krankenhaus erlebt habe, was viele Bereiche der Medizin abdeckt.

Natürlich nehme ich aus diesem Monat viele Eindrücke und Erfahrungen mit und ziehe mein Fazit daraus:

* Es ist wirklich sehr schwer um 4:30 aufzustehen und danach im Dienst wachzubleiben.
* Man kann nicht jeden Auftrag freundlich entgegennehmen, ohne zu denken „Kannst du das nicht selbst machen?“
* Von den Patienten wird einem bedingungsloses Vertrauen entgegengebracht.
* Etwas Gutes tun macht einen unglaublich ausgeglichen.
* Patienten gegenüber sollte man Respekt zeigen, da sie sich sehr angreifbar zeigen.
* Auch wenn Hierarchie allgemein abgelehnt wird, scheint es im Krankenhaus sehr akzeptabel zu sein. -.-
* Man kann im Praktikum sehr nette Menschen kennen lernen, mit denen der Kontakt auch mal bestehen bleibt.
* Auch wenn es pathetisch klingt, nachdem ich für einige Zeit mit Schmerz, Leid, Trauer und Freude konfrontiert wurde, werde ich versuchen, jeden Tag bewusst zu leben und zu genießen.

Bestimmt habe ich noch nicht alles zusammentragen können, aber das ist zumindest das Wichtigste, was ich mir mitgenommen habe für die weiteren Praktikumswochen. Jetzt genieße ich noch die vier Wochen Semesterferien mit hoffentlich tollen Erlebnissen und freue mich ja schon fast wieder auf das Studium. 😀

Eure Elena