The Place Beyond The Pines

Hallo, ihr Lieben,

nachdem ich nun schon meine engsten Freunde unentwegt davon zu überzeugen versuche, sich „The Place Beyond The Pines“ anzuschauen, spreche ich heute kurz mal euch meine Empfehlung aus.

Garantiert gehört dieser Film nicht zu den Blockbustern des Sommers, auch scheiden sich die Geister an der Strukturierung und der Thematik des Films. Dennoch kann ich sagen, dass mich noch nie ein Film länger als ein paar Stunden oder wenige Tage beschäftigt hat und dass es hier aber dazu gekommen ist.

Auch wenn Ryan Gosling sicherlich ein netter Bestandteil des Dramas ist, ist es eher die bedrückende Atmosphäre und die Emotionen, die in dem Film bewegen.

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„If you ride like lightning, you’re gonna crash like thunder!“

Ohne zu viel zu verraten, es geht um Luke (Ryan Gosling), einen Motorrad-Stuntman, der nicht wirklich was im Leben erreicht hat, mit der Kirmes umherzieht und sich dann plötzlich einem Lebenswandel unterziehen muss, da er unwissend Vater geworden ist und sich um das Kind kümmern will. Da der Film in drei Episoden aufgebaut ist, richtet sich der Schwerpunkt im zweiten Teil auf den Polizisten Avery Cross (Bradley Cooper), der nach einem Ereignis während eines Polizeieinsatzes innerlich zerrissen ist und sein Leben von Neuem ordnen will. Der letzte Abschnitt des Films beschäftigt sich mit dem Leben und dem Zusammentreffen der beiden Söhne der Protagonisten.

Eigentlich fällt es mir auch gar nicht so leicht von dem Film zu „schwärmen“, denn an sich ist es keine leichte Kost. Natürlich kann man die Naturaufnahmen, die großartigen schauspielerischen Leistungen, den Soundtrack und den Regisseur in den Himmel loben. Aber das ist es nicht nur, was einem in Erinnerung bleibt. Wie es ein Freund formulierte: „…man muss sich den Film bewahren.“, nachdem ich nach dem nächsten Termin im Freiluftkino gesucht habe. Das denke ich mittlerweile auch und rede jetzt nicht mehr davon, würde mich aber freuen, wenn ihn der ein oder andere anschaut und mir seine Meinung mitteilt.

Liebe Grüße🙂

Bezauberndes Potsdam

Wie so oft liegt das Schöne eigentlich direkt vor unseren Augen; nur liegt es zu offensichtlich, um es zu erkennen. So ging es mir letztens bei meinem Besuch in Potsdam.
Jeder weiß um die schönen historischen Plätze in dem „Nachbarort“ Berlins, welches sogar im Jahre 1990 würdig war, von der UNESCO zu einem Weltkulturerbe erklärt und in die besagte Liste aufgenommen zu werden. Auch im Jahre 2008 wurde Potsdam durch den „National Geographic Traveler“ auf Platz 8 der historischen Orte weltweit gewählt, deren historisches Erbe über die Zeit am besten erhalten wurde.
So nutzten M. und ich den ersten frühlingshaften Tag der letzten Woche, um uns noch nicht bekannte Orte (Schlossparkanlage Sanssouci ausgeschlossen) zu besichtigen.
Natürlich habe ich mir für unsere Route zu viel vorgenommen, sodass wir nur einen Bruchteil geschafft haben. Dennoch hat es gereicht, mich von dem Charme der kleinen Stadt zu überzeugen.
Ich schwärme immernoch von den schönen unrestaurierten Stadtvillen und den vielen unterschiedlichen Schlössern, die sich scheinbar willkürlich am Ufer des „Heiligen Sees“ aus den Bäumen erheben.

Als erstes sind wir direkt nach der Ankunft die „Lange Brücke“ am Bahnhof heruntergestiegen, um auf die „Freundschaftsinsel“ zu gelangen. Pünktlich zur Ankunft schien die Sonne mit voller Kraft. Auf der kleinen Insel konnte man schon die ersten Blüten sprießen sehen und sich im Insel-Café einen Kaffee oder eine kühle Himbeerbowle gönnen. Erstaunlich viele Angler tummelten sich auf den Ufern herum; andere entspannten wiederum einfach bei einem Bier auf der Wiese.

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Danach ging es in Richtung „Holländisches Viertel“, welches natürlich an die Architektur in niederländischen Städten wie Amsterdam erinnert. Dort gibt es sehr viele unterschiedliche kleine Boutiquen oder Antiquariate und Cafés, die sich alle durch eine individuelle Fassade auszeichnen.

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Nachdem wir einige Läden durchstöbert haben, spazierten wir in Richtung Ufer des „Heiligen Sees“. Auf dem Weg dahin durchliefen wir das „Dänische Viertel“ mit diesmal einheitlichen schönen Ziegelsteinbauten. Eine kleine Galerie, die vollgestellt mit Gemälden und angefangenen Werken war, hat mir besonders gut gefallen.

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Als wir am See ankamen, setzte leider ein kleiner Schauer ein. Dennoch fand ich den „Heiligen See“ mit der umliegenden Parkanlage faszinierend ruhig und idyllisch zugleich. In Abständen tauchten verschiedene Schlösser am gegenüberliegenden Ufer aus den Bäumen auf.
Wären wir am Ufer weiter gelaufen, dann hätten wir noch das „Schloss Cecilienhof“ besichtigen können. Da aber neben dem Regen auch ein kühler Wind einsetzte, überlegten wir es uns anders.

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Auf dem Rückweg passierten wir sehr viele bezaubernde Stadtvillen, die teilweise leer standen und darauf warteten, bis jemand seine Kreativität an den Häusern auslebt. Nett anzuschauen waren auch die russischen Holzhütten in der russischen Kolonne „Alexandrovka“. Neben ausgefallenen Holzschnitzereien, die einem an den Häusern begegnen, kann man dort auch russische Spezialitäten im Restaurant verköstigen.

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Natürlich reicht ein Tag bei weitem nicht aus, um alle historischen Orte in Potsdam zu besuchen. Vielleicht steht ja demnächst sogar ein Besuch im „Filmpark Babelsberg“ an; und die vielen kleinen Berge, die teilweise Ruinen beherbergen, die sind sicherlich auch einen Ausflug wert. Zumindest weiß ich, dass ich die Möglichkeit noch einmal nutzen werde, dass so eine interessante Stadt sich direkt „vor der Tür“ befindet.

Kauf dich glücklich

Hallo ihr,

der Titel des Posts ist natürlich keine Aufforderung, sich darauf zu beschränken, sich nur an Materiellem zu erfreuen, aber so scharf trennen kann man das hier in dem Fall nicht.
Es geht nämlich um eine köstliche und gemütliche Wiederentdeckung von mir. Schon vor Jahren habe ich mich im „Kauf dich glücklich“ mit Schulfreunden getroffen und die ungewöhnliche Atmosphäre genossen.
Nach der Schule ist das ganze in Vergessenheit geraten, bis ich erneut auf der Suche nach einem schönen Café war, in dem ich einen Sonntagabend mit meiner lieben Freundin M. verbringen könnte.

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Das besondere an dem Café ist nicht nur die altmodische und überaus stilvolle Einrichtung sowie eine feine Auswahl an süßen und herzhaften Waffeln. Die Geschäftsidee dahinter ist ein Café mit witzigen Kleinigkeiten, die dort direkt in Regalen oder an der Kasse ausgestellt werden und erworben werden können.
Darunter finden sich XXL-Brillen, Spielzeugfiguren, Kaleidoskope und vieles (eigentlich unnützes, aber witziges) mehr.
Auch steckt ein großer Online-Shop dahinter, wo man neben cooler (Hipster-) Kleidung auch Homeartikel oder andere Accessoires wie iPhone-Hüllen finden kann.

Wenn man diesen Einrichtungsstil und ein bunt gemischtes Publikum mitten im Prenzlauer-Berg ansprechend findet, dann kann ich „Kauf dich glücklich“ nur empfehlen.

Berlin erleben

Hey, ihr Lieben,

heute schreibe ich etwas über einen ereignisreichen Tag, den ich mit M. erleben durfte und zwar war das ganze als Geburtstagsgeschenk meinerseits gedacht.
Häufig fällt einem nichts Materielles ein, was das Gegenüber richtig glücklich macht und deshalb sollte es diesmal ein Erlebnistag in Berlin sein mit Schmackhaftem, Geschichtlichem, Harmonischem und Nachdenklichem sein.
Ich hoffe, ich kann euch damit ein paar Anregungen für das nächste Wochenende oder auch die Weihnachtsferien geben.

Los ging es an einem kalten und verschneitem Morgen in das für uns weit entfernte Charlottenburg zum Brunchen in das „Route 66“, was mit seinem amerikanischem Buffet meine Neugier weckte.
Nach belastendem Hinweg aufgrund des permanenten Ausfalls der öffentlichen Verkehrsmittel, hatten wir es endlich erreicht, nur um zu erfahren, dass wir bereits nach einer halben Stunde aus der Reservierungsliste herausgestrichen wurden. Der Kellner nahm es mit Humor und führte uns an einen anderen Tisch.
Überraschend war die Einrichtung des Lokals erstmal nicht, da eigentlich alle amerikanischen Dinner in Berlin vergleichbares Mobiliar samt roten Polstersitzen, Vintageschildern, Jukebox und VIP-Lichtern beinhalten, die ein bisschen Hollywood-Flair entstehen lassen sollen.

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Die Gerichte waren in Buffetform aufgebaut und für 9,50€ (beinhaltet keine Getränke) gab es mehr als genug Auswahl sowohl für Fleischliebhaber als auch für überzeugte Vegetarier.
Erstere durften sich über Rührei mit Bacon, Spare Ribs mit Barbecuesauce, Kasseler, Cordon Bleu oder Gulasch freuen; für die Nicht-Fleischesser gab es Gemüseauflauf, Tortellini mit Gemüsefüllung, Frühlingsrollen oder Kartoffelwedges.
Was ich besonders gut fand, waren die typisch amerikanischen Desserts wie Brownies oder Cheesecake mit Erdbeersauce.
Abgesehen von der hektischen Bedienung, die es nicht geschafft hat, innerhalb von einer Stunde nach mehrmaliger Nachfrage einen Apfelsaft zu bringen, konnte das Buffet durch die große Auswahl und auch den guten Geschmack überzeugen. Da es aber relativ voll war, sollte man vorher an eine Reservierung denken.

Anschließend setzten wir unseren Weg fort in Richtung Friedrichstraße. Dort erwartete uns der geschichtliche Teil des Tages.
Am Checkpoint Charlie baute der Wiener Künstler und Architekt Yadegar Asisi ein riesiges Panorama auf mit der Darstellung des geteilten Berlins der 80er Jahre.
Dargestellt ist ein fiktiver Herbstag an der Mauer, wobei der Besucher sozusagen auf einem Baugerüst eines Hauses im damaligen Westteil der Stadt steht und auf die Mauer sowie auf den Alltag hinter der Mauer blickt.
Das ganze wird bei Tageslicht und bei Nacht gezeigt, wobei zur Nacht das Licht erlischt und ein wunderschöner lila Himmel entsteht und die Fenster in den grauen Häusern vor Wärme leuchten.
Was das ganze nicht nur total interessant sondern auch bedrückend macht und eine für die damalige Zeit typische Atmosphäre aufbaut, ist die musikalische Untermalung mit Streichinstrumenten, die einen nachdenklich macht und berührt.
Auch werden die ganze Zeit Zitate berühmter Menschen vorgespielt, die z.B. den Bau der Mauer initiiert haben oder ihn verteidigten.
Im Vorraum des Panoramas kann man künstlerisch tätig werden und Zitate oder Gedanken zum Thema „Freiheit“ an der Graubetonwand festhalten.
Die Art, wie das ganze präsentiert wird, war für uns neu und faszinierend. Mit 8,50€ für Studenten war der Eintritt nicht unbedingt preiswert, doch dafür, dass es mich emotional angesprochen und berührt hat, hat sich der Besuch allemal gelohnt.

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Als nächstes stand der Besuch eines Weihnachtsmarkts an. Da ich mich nicht unbedingt auskenne mit den Berliner Märkten außer mit den bekanntesten am Alexanderplatz, Gendarmenmarkt oder in der Altstadt Spandau, beschloss ich auf die zahlreichen Empfehlungen zu hören und entschied mich für den Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Charlottenburg. Was für eine Rumfahrerei an dem kalten und verschneitem Tag.
Tatsächlich ist der Ort für einen Weihnachtsmarkt sehr gut gewählt. Der schön beleuchtete Eingang lud mit dem Blick auf das in bunten Lichtern erstrahlte Schloss zum Glühwein und gebrannten Mandeln ein.

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Die Atmosphäre war sehr familiär, da viele Familien mit Kleinkindern anwesend waren und da es proppenvoll war, bewegte man sich auch sehr langsam voran, wobei man natürlich mehr Zeit hatte, sich umzublicken und die einheitlich geschmückten Verkaufshäuschen zu bewundern.
Für die Kinder gab es zusätzlich noch einen kleinen Markt in der angrenzenden Orangerie mit unterschiedlichen Attraktionen wie Kettenkarussell. Ansonsten gab es für junge Leute relativ wenig zu tun außer rumzuschlendern und die weihnachtlichen Köstlichkeiten zu erproben.
Der Weihnachtsmarkt ist sehr schön gestaltet und gepflegt und zum spazieren gehen auch aufgrund des Schlossgeländes sehr geeignet.
Ein Wunsch wurde noch nicht erfüllt und zwar muss noch unbedingt Eierpunsch und Lumumba (heißer Kakao mit Rum) probiert werden.🙂

Der letzte Programmpunkt des Abends war ein Kinobesuch. Natürlich sollte es nicht im nächst gelegenen UCI oder Cinestar sein, sondern in einem kleinen und traditionsreichen Kino. Ausgesucht habe ich mir dafür das Kino „Intimes“ in Friedrichshain. Ich bin schon sehr häufig daran vorbeigegangen, da man abends öfter in dieser Bargegend unterwegs ist, bin doch aber nie auf die Idee gekommen, mir dort mal einen Film anzuschauen, weil die Fassade nicht unbedingt so wirkt, als wäre das Kino in Betrieb.

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Das Kino mit nur einem kleinen Kinosaal (97 Plätze) gibt es bereits seit 1912, 1917, 1924 oder seit 1933. so genau kann das heute niemand mehr sagen. Zumindest ist es ein Kino, was sich immernoch gegen die „Großen“ behaupten kann.
Das Programm beinhaltet vier Filme, die alle aktuell aber eher dem ArtHouse-Genre zuzurechnen sind. Unsere Wahl fiel auf „Die Wand“ von dem Österreicher Julian Pölsler mit Martina Gedeck in der Hauptrolle. Das ganze Projekt ist seit Oktober 2012 in den Kinos und ist eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Marlen Haushofer aus dem Jahre 1963. Dazu habe ich eine tolle Gesamterfassung aus einer“Spiegel“-Kritik gefunden, die das Thema des Buches/Films beschreibt:

„Eine Städterin ist zu Besuch auf einer Berghütte. Als ihre Gastgeber am Morgen nicht aus dem Dorf wiedergekehrt sind, geht die Frau (Martina Gedeck) mit dem Hund Luchs los, um sie zu suchen. Sie lässt Luchs von der Leine. Doch plötzlich kommt er winselnd zu ihr zurück, blutiger Speichel tropft aus seinem Maul: Luchs ist gegen eine unsichtbare Wand gestoßen. Die Wand umschließt die Frau, einige wenige Tiere und ein großes Stückchen Natur wie eine gläserne Gefängnismauer. Dahinter ist alles Leben erloschen.“

Es geht also um das plötzliche Alleinsein und die Motivation ohne Hoffnung auf Änderung der Lage, weiterzuleben.
Da ich auch das Buch dazu gelesen habe, fand ich es faszinierend zu sehen, wie die Landschaftsbeschreibungen und der Konflikt der Protagonistin übernommen wurden. Der Film ist begleitet durch die Stimme Gedecks, die im Rücklauf die Ereignisse innerhalb der „Wand“ beschreibt, die sie in einem Tagebuch festhält.
Der Film ist wirklich nicht wie ein Blockbuster gestaltet, das will er auch nicht sein. Er ist ruhig, sehr bedrückend und erfüllt von der schönen Berglandschaft Österreichs. Wirklich zu empfehlen ist er in Kombination mit dem Buch.

Mit diesen Eindrücken verabschiede ich mich.🙂

Marina and the Diamonds + Disco Ensemble

Hallo, liebe Leute,

Ende November war ich mit M. beziehungsweise N. auf zwei Konzerten, die bei mir auf jeden Fall Eindruck hinterlassen haben. Am 23.11. spielten Disco Ensemble im Lido samt Supportact Death Letters und am 29.11. war Marina and the Diamonds der Augen- und Ohrenschmaus.
Disco Ensemble sowie Marina gehören schon seit einer Weile zu meinen absoluten Favoriten so unterschiedlich sie im ersten Augenblick scheinen.

DISCO ENSEMBLE

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Schon seit HIM bin ich eine große Anhängerin finnischer Rock/Pop-Bands. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ich irgendwann auf Disco Ensemble gestoßen bin, die es bereits seit 1996 gibt und die nun mit ihrem fünftem Studioalbum „Warriors“ auf Tour gegangen sind.
Euch sind sie vielleicht mit dem Titel „Drop dead, Casanova“ oder dem FIFA-Hit „We might fall apart“ in Erinnerung geblieben.
Auf jeden Fall durfte ich sie am 23.11. bereits zum zweiten Mal live erleben und wurde erneut überrascht.
Während das Konzert vor ca. zwei Jahren im Postbahnhof stattfand, begaben wir uns diesmal ins Lido. Bevor es losging, gab es dort die Möglichkeit Kicker zu spielen oder sich bei einem Bier zu unterhalten.
Punkt 20 Uhr hörten wir die Vorband Death Letters auf die Bühne kommen und loslegen. Obwohl es nur einen Drummer und einen Gitarristen/Sänger gab, klangen ihre Lieder kraftvoll, teilweise chaotisch und dennoch passagenweise melodisch und gefühlvoll. Nach ihrem Auftritt verkauften sie selbst ihre Merchandise-Artikel und unterhielten sich auch auf sympathische Art und Weise mit den Fans.
Natürlich wollten die Leute, die hingekommen sind vor allem Disco Ensemble sehen, was man dann nach der Vorband auch an den nach vorne strömenden Menschenmassen sehen konnte. Glücklicherweise konnten wir uns direkt vor der Bühne einen Platz sichern, wenn auch neben dem grimmig guckenden Security-Mann.
Als die Band auf die Bühne gelaufen kam, hießen die Fans sie mit tobendem Geschrei willkommen. Es erklang das Album-Intro und machte Lust auf mehr.
Ca. anderthalb Stunden spielten sie ihre bekanntesten Hits aber auch vor allem die Songs des aktuellen Albums. Dennoch konnten fast alle mitsingen, obwohl es noch nicht so lange draußen ist. Der Mix aus harmonischen Melodien und schnellen Riffs ist bei dieser Band einfach total besonders. Es klingt so viel Liebe zum Detail heraus und auch der Spaß, den die Band daran hat, begeistert die Menge immer wieder aufs Neue. Zwischendurch gab es sogar die Möglichkeit für Circle Pits und die Wall of Death. Natürlich nur für die hartgesottenen Fans, viele landeten dann auch auf dem Boden.🙂 Aber da alle recht gut miteinander im Umgang waren, kamen sie auch schnell wieder hoch.
Jeder, der auf Rockiges steht, aber auch wunderschöne leichte Melodien nicht vermissen will, sollte auf jeden Fall in die Alben von Disco Ensemble reinhören. Meine Songvorschläge für euch: Headphones, Second Soul, Too much Feeling und und und…
Ich bin auf ihrer nächsten Tour auf jeden Fall dabei.

MARINA AND THE DIAMONDS

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Was für eine Frau, das dachten wohl auch die einzelnen Männergrüppchen, die sich am 29.11. zwischen Pärchen und Freundinnenscharen im Astra Kulturhaus eingefunden haben.
Das Astra Kulturhaus liegt etwas versteckt in der Warschauer Str. direkt am RAW-Tempel und als N. und ich dort an dem Donnerstagabend ankamen, zeugte die riesige Schlange von Menschen vor dem Einlass davon, dass wir es mit „echten“ Fans zu tun haben und uns wahrscheinlich hinten anstellen mussten. So kam es auch, dass wir viel Zeit an der Garderobe gewartet haben und nachdem wir uns ein Alsterwasser gegönnt haben, standen wir kleinen Mädchen relativ weit hinten.
Zu der Location muss man sagen, dass sie eine tolle schummerige Atmosphäre hatte samt roten Wänden und wunderschönen großen Lampen im 50er Jahre-Stil. Genau das passte auch so gut zu Marina and the Diamonds an diesem Abend.
Um 20 Uhr sollte das Konzert anfangen, eine halbe Stunde später ca. kamen zuerst die Bandmitglieder in einheitlichen weißen Hemden und schwarzen Westen auf die Bühne, um wahrscheinlich den bunten Mittelpunkt vollständig auf Marina zu belassen.🙂
Das Bühnenbild war relativ schlicht, hatte aber tolle Blickfänge wie ein Leuchtröhrenherz als Albumtitel („Electra Heart“), einen Fernseher mit Dauerrauschen, Garderobenständer und Ledersessel. Alles natürlich in dem 50er Jahre-Stil des damaligen Amerikas. Obwohl Marina ursprünglich aus Wales kommt und griechische Wurzeln hat, nimmt sie sich Amerika oft als Thema in ihren Songs, meist auf satirische Art und Weise wie z.B. in ihrem erfolgreichsten Song bis dahin „Hollywood“.
So kam sie dann auf die Bühne im knappen Rock, bauchfreiem Top, einer gelben großen Schleife und einer riesigen Stimme.
Die Menge tobte natürlich als sie mit „Homewrecker“ aus dem aktuellen Album loslegte. Im Gegensatz zu dem oben vorgestellten Konzert, war dieses natürlich von der filigranen und grazilen Art Marinas erfüllt.
Ohne rockige Attitüde dafür mit berauschender Stimme, die aus einer kleinen Person wie sie herauskommend so unrealistisch wirkte, fesselte sie die Menge.
Marina ist natürlich eine talentierte Künstlerin. Die Stimme ist sehr vielseitig und reicht über ganz tiefe bis sehr hohe Töne, auch am Klavier bewies sie Geschick und mit ihren ausgefallenen Texten sowieso (s. „Bubblegum Bitch“).
Humor hat die Frau auch allemal; um den Text zu Hollywood optisch zu untermalen, kam sie mit Cola und Burger auf die Bühne.

„Hollywood infected your brain
You wanted kissing in the rain
Living in a movie scene
Puking American dreams
I’m obsessed with the mess that’s America“

Auch diesmal war das Konzert gefühlt viel zu schnell vorbei, aber toll war es auf jeden Fall, vor allem auch, weil sie erst zwei Studioalben veröffentlicht hat und somit fast alle Lieblingssongs irgendwann auftauchten.
Marina and the Diamonds macht einfach schnell gute Laune und ist doch auch gesellschaftskritisch, was den frechen Texten Tiefgang verleiht.

Mit den beiden Tipps auf die Ohren verabschiede ich mich.🙂

Nikolaus-Freude

Danke für die tollen Geschenke, die in der Nikolaustüte steckten.🙂

Wahrscheinlich gehöre ich zu den wenigen Menschen, die Tage wie diesen, sogar heißen Sommertagen vorziehen würden.
Denn hinter der Kälte und den scheinbar zu kurzen Tagen steckt sehr viel mehr.
Mit Dezember verbinde ich Atmosphäre, Melancholie sowie Harmonie.
Atmosphäre, weil ich gerade eben noch auf verschneitem Weg nach Hause gelaufen bin und der Schnee wunderschön im Laternenlicht funkelte, was schon fast magisch wirkte.
Melancholie, weil man morgens im Dunklen aufsteht und im Dunklen nach Hause kommt und sich erschöpft und verärgert fühlt, weil der Tag wieder so schnell an einem vorbeigeflogen ist, ohne dass etwas Sinnvolles daraus entstanden ist.
Harmonie, natürlich, wie kann es anders sein? Lichtermeere an Fenstern, die Vorbereitungen auf die Weihnachtstage, der Duft von Zimt und die leuchtenden Kinderaugen der Nichte, wenn sie ein weiteres Türchen, das erste Mal in ihrem Leben, öffnen kann.
Das alles ist für mich Dezember.🙂

Sommer, komm richtig wieder.

Wahrscheinlich war es das letze Mal, an dem man genüsslich Eis essen und ohne Pulli das sonnige Wetter genießen konnte. Dennoch ist und bleibt der Herbst meine absolute Lieblingsjahreszeit.

Die Blätter fallen,
fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten …

Rainer Maria Rilke

Veröffentlicht in Fotos

Mal wieder abtauchen!

Hallo, meine Lieben,

diesmal geht es um eine meiner Leidenschaften, das Lesen. =) Generell kann man sagen, dass sich alle möglichen Literaturklassifizierungen in meinem Bücherregal finden lassen. In den letzten Monaten haben sich sowohl Klassiker wie „Buddenbrooks“, „Anna Karenina“, „Sturmhöhe“ oder „Das Bildnis des Dorian Gray“ als auch Romane von Jody Picoult oder Lisa Jackson angesammelt.
In diesem Post möchte ich euch eine meiner Lieblingsreihen vorstellen, die „Grant-County-Reihe“ von Karin Slaughter, welche schon seit Jahren erfolgreich Krimis/Thriller publiziert.

Die Reihe besteht aus den Romanen Belladonna (2003), Vergiss mein nicht (2004), Dreh dich nicht um (2005), Schattenblume (2006), Gottlos (2007) und Zerstört (2009)
und ist sicherlich eher etwas für Abende mit heißem Tee und Kuscheldecke als für Diskussionen über Gott und die Welt geeignet.

Die Handlung spielt in den USA und wird von der Gerichtsmedizinerin und Kinderärztin Sara Linton und dem Polizeichef Jeffrey Tolliver vorangetrieben. Natürlich geht es in den sechs Büchern immer um etwas anderes, z.B. um Serienmörder, Geiselnahmen, Religionsfanatiker, Drogenbanden oder rassistische Gruppierungen.
Den Vorteil dieser Krimi-Reihe sehe ich darin, dass sich diverse persönliche Entwicklungen in den Charakteren beobachten lassen und auch Nebenhandlungen Wichtigkeit haben. Oftmals werden in amerikanischen Thrillern klischeehafte Figuren entworfen und jegliche Tiefe wird vermieden. Hier wird ganz klug Spannung aufgebaut und oft bleibt man ziemlich überrascht zurück und blättert noch ein paar Mal durch.

Ich verzichte bewusst darauf, mehr auf den Inhalt einzugehen. Zum Einen fühlen sich sicherlich nicht alle von den Thema angesprochen, denn vor allem bei Büchern und deren Qualität bzw. Interpretationspotential scheiden sich die Geister und zum Anderen will ich keinem das Gefühl nehmen, selbst einen Bücherinhalt neu zu entdecken und sich davon neugierig machen zu lassen.

Zumindest allen Krimi-Fans empfehle ich die Bücher von Karin Slaughter ganz stark, nachdem ich seit einigen Tagen mit dem letzten durch bin. =) Was habt ihr noch für Tipps für spannende Krimis bzw. Thriller? Bald geht es für mich für eine Woche in die Türkei, da muss noch was zum Lesen eingepackt werden und der 990-Seiten-Roman von Tolstoi wird es sicherlich nicht. ^^

Eure Elena

Cornflakes-Cookies – schmackhaft!

Was ihr für ca. 12 Cookies braucht:

*120g Butter
*90g Zucker
*120g Mehl
*80g Cornflakes
*je 1Teelöffel Vanillezucker und Backpulver
*Prise Salz

Wie ihr vorgeht:

– weiche Butter mit dem Zucker und Vanillezucker vermischen
– Mehl mit dem Backpulver verrühren und ein bisschen Salz hinzugeben
– beide Mischungen miteinander vermengen
– einen Schuss Milch dazugeben, falls der Teig zu krümelig ist
– Cornflakes hinzufügen und verrühren
– Teig zu Plätzchen formen und 12-14 min bei 180 Grad backen

Ich fand die Cookies sehr lecker und knusprig und eine gelungene Alternative zu Schokokeksen.🙂

Bis bald, Elena.🙂